Ihr Lieben,

der Titel ist ein wenig geschummelt, aber ich wusste nicht, wie ich es sonst ausdrücken sollte. Daher habe ich gesagt „fast jeden Tag“. Denn seien wir mal ehrlich: Jeden Tag um 5 Uhr aufstehen an 365 Tagen im Jahr macht doch zwangsläufig unglücklich und krank, oder? Aber ich versuche so oft es geht, um 5 Uhr morgens aufzustehen. Auf Twitter würde man dazu jetzt sagen #Team5amclub.

Ich habe mal ein paar ganz ungeschönte Fotos gemacht, um euch mitzunehmen, wie ich das schaffe und angehe. Zum Schluss möchte ich euch erzählen, warum ich das für so wichtig halte und warum es letzten Endes darauf ankommt, ob wir Sommer oder Winter haben. Viel Spaß beim Lesen!

Meine morgendliche Routine um 5 Uhr

Erstmal direkt ein ungeschöntes Foto für den Einstieg, denn niemand ist perfekt. Sobald ich aus dem Bett aufgestanden bin, ziehe ich mir eine bequeme Hose, (oder wenn ich danach noch viel unterwegs sein werde, eine schöne Jeans an) und ganz wichtig: meine Puschen! Diese Hausschuhe sind so typisch warm und bequem. Mittlerweile habe ich neue, saubere 😉 Das ist also der erste Schritt: Mach es dir bequem! Kein fancy Outfit, kein Schminken usw., ich konzentriere mich erstmal ganz allein auf mich und meinen Schreibtisch. Schminken kann ich mich nach einer Stunde immer noch. Aber wenn ich die erste Stunde des Tages „vertrödel“, dann entsteht bei mir direkt ein ganz schlechtes Gefühl. So nach dem Motto „Jetzt ist der Tag ja eh gelaufen!“. Das ist schlecht, ganz schlecht. Aber so ist nun mal mein Gedankengang, ich bin zu schnell frustriert und gebe zu schnell auf.

Dann mache ich Musik an. Musik ist so wichtig, um in die richtige Stimmung zu kommen, zumindest für mich in jeglicher Lebenslage. Dafür habe ich mir auf Spotify eine eigene Playlist zusammengestellt, die ich „Good Morning in the Morning“ genannt habe.

Ich will euch mal einen kleinen Einblick geben, was dort so drauf ist:

Ihr seht also: es handelt sich dabei um einen bunten Genremix und bestimmt wüsste ich noch 1000 Songs mehr! Was sind eure Songs, um morgens früh so richtig gut gelaunt aufzustehen? Schreibt sie mir gerne in die Kommentare 🙂

Entweder am Abend zuvor oder erst am nächsten Tag, also jetzt morgens mache ich mir meistens noch extra einen Tagesplan. Ich plane in der Regel in einer Stunde Schritten, so habe ich etwas Puffer, aber kann mich dennoch auf eine Sache konzentrieren. Auch hier sollte man natürlich die Waage halten, zwischen sich zu viel vor nehmen und vielleicht in der Mitte des Tages nicht wissen, was man eigentlich machen sollte.

Ich könnte jetzt auch sagen, ich mache direkt Uni, aber in der Regel mache ich das selten. Der Morgen gehört den schöneren Dingen 😉 Wären wir im Sommer, würde ich nun direkt rausgehen und fotografieren, sofern es das Wetter zulässt. Im Winter sieht das meistens nochmal etwas anders aus, dazu unten mehr!

Was auch nicht fehlen darf ist meine Lichterkette. Ich besitze mindestens eine derzeit, die ich in meinem Zimmer aufgeghangen habe und dazu noch ein paar weitere Lichter und Kerzen. Sozusagen ist das ganze Jahr über Weihnachten bei mir 😀

Diese werden angemacht, möglichst alle. Ich mag das Gefühl total, wenn ich in einem eher dunkleren Rum sitze, es läuft leise Musik, ich weiß, es ist jetzt ganz früh morgens und die einzigen Lichter im Raum sind Lichterketten. Das hat so was Beruhigendes und Gemütliches an sich, anstatt direkt das große Licht im Zimmer anzumachen, was mitunter etwas arg hell/grell ist am frühen Morgen. Wie gesagt, Ruhe ist mir sehr wichtig. Es handelt sich bei dieser Lichterkette an meinem Schreibtisch übrigens um eine Polaroidlichterkette, da ich sehr viele Polaroidfotos besitze und das eine schöne Art und Weise der Aufhängung finde.

Wenn ich dann Glück habe, gibt es einen schönen Sonnenaufgang, wenn ich Pech habe bleibt der aus und ein Blick nach draußen zeigt nur eine graue Matschepampe. Aber damit muss ich umgehen lernen und ich arbeite bereits daran, mir davon nicht die Stimmung versauen zu lassen. Ich trinke übrigens keinen Kaffee, Tee, Kakao etc., sondern nur Mineralwasser oder auch mal stilles Wasser. Ich habe Hashimoto, daher muss ich eine halbe Stunde nach Einnahme der Tablette warten, bis ich etwas essen und trinken darf. Aber dann wird natürlich auch gefrühstückt. Zugegeben meistens recht einfach und schnell. Ist es nicht schlimm, dass wir manchmal in einen solchen Stress verfallen, dass wir glauben, wir haben fürs Essen keine Zeit? Macht das nicht, esst und trinkt gerade morgens schön in Ruhe und ausführlich! So, meistens erledige ich dann erstmal Blogarbeit, plotte, bearbeite Bilder und meistens hat man ab 7 Uhr ohnehin nicht mehr seine Ruhe, weil dann der Rest der Familie auf ist und man sich dann auch unterhalten will etc. oder einkaufen fährt. Für 2019 will ich morgens noch ein vier minütiges „Sportprogramm“ einführen, was ich jeden Morgen mache. Einfach, um mich fit zu halten. Allerdings habe ich bisher die vier Minuten fast nie durchgehalten, weil ich so außer Puste war! Ich zeige euch die Übungen mal:

Verratet mir doch in den Kommentaren, ob ihr diese Übungen schaffen würdet oder was ihr daran schwer findet!


Wie du es auch schaffen kannst!

Jetzt habe ich ausführlich erzählt, wie ich das morgens mache und will dir gerne noch ein paar Tipps geben, wie du es auch schaffen kannst.

Auf die richtige Einstellung kommt es an

Du stehst früh morgens auf und denkst dir „Was eine scheiße, so früh, ich habe keinen Bock!“. Dann wird es umso schwerer, aus dem warmen Bett aufzustehen und das Licht anzumachen. Ich wache auch häufig mit negativen Gedanken oder einer generellen Unlust auf, bin erst mal am Handy usw. Aber gerade im Sommer stehe ich auf und denke nur so „Sonnenaufgang, Sonnenaufgang!“. Natürlich wird es dann sehr schwer, wenn es draußen nur graue Wolken und Regeln gibt und keine Sonne. Oder aber du denkst dir „es ist zwar alles dunkel draußen und im Winter bleibt das für ein paar Stunden so, aber ich habe meine Ruhe und kann all das machen, wozu ich vorher keine Zeit hatte und niemand stört mich.“ Und dann machst du es dir bequem! Manchmal mache ich mich auch noch Kerzen an 🙂

Triff Vorbereitungen

Da bin ich ehrlich zu mir selbst und muss flexibel sein: Wenn ich es warum auch immer erst um 23 Uhr (oder gar Mitternacht) ins Bett schaffe, ergibt es wenig Sinn, um 5 Uhr morgens aufstehen zu wollen. Kommt natürlich auch darauf an, wie in der Regel dein Schlafrhythmus ist, wie schnell du einschläfst (ich brauche in der Regel ca. eine Stunde) usw. mache dir vielleicht noch abends vor dem Schlafen gehen eine To-Do Liste, damit die aus deinem Kopf raus ist und die direkt am nächsten Morgen loslegen kannst! Das sind für mich so mit die wichtigsten Vorbereitungen, natürlich gibt es da noch eine größere Auswahl, zum Beispiel auch was das Essen und Trinken anbelangt.

Sei nicht zu hart zu dir selbst

Du hast es zum wiederholten Male erst um Mitternacht ins Bett geschafft? Hast erneut den Wecker nicht gehört und verschlafen?! Nicht schlimm! Wirklich, das war auch etwas, was ich lernen musste und immer noch nicht perfekt kann: Ich werde schnell frustriert, wenn ich „erst“ um 7 Uhr aufstehe. Als wäre jetzt die beste Chance des Tages bereits vertan. Klar, da ist die Familie bereits im Gange, im Sommer ist der Sonnenaufgang längst vorbei, aber es ist immer noch früh genug am Tag, um das, was du dir vorgenommen hast auch zu schaffen. Dieses Ziel, dass man jetzt so früh aufstehen möchte setzt man sich ja nur selbst. Also ist man selbst auch der größte Kritiker, der größte Feind und der größte Motivator. Natürlich kann dies auch Studiums oder jobbedingt entstehen, aber gerade wenn es dazu dient, mehr Zeit und Ruhe vom Tag zu haben, ist es okay, flexibel mit sich und seiner Umgebung zu sein. Denn so sehr wir auch alles planen wollen, das Leben selbst hat dennoch immer wieder ihre ganz eigenen Überraschungen parat und das ist okay.

Warum tue ich mir das an?

Weil ich es so verdammt wichtig finde. Ich mache tatsächlich keinen Unterschied, ob es jetzt Wochenende, Feiertag oder normaler Wochentag ist. Um 5 Uhr aufstehen kann man immer. Das erntet mir natürlich mitunter einiges an Kopfschütteln, aber das macht mir nichts aus. Wenn ich trotz allem genügend Schlaf bekomme, stehe ich gerne so früh auf. Diese morgendliche Ruhe, das gemeinsame wach werden mit der Welt, den Sonnenaufgang hinfiebern können, das sind Dinge, die ich nicht mehr missen möchte. Natürlich stehe ich weiß Gott nicht jeden Tag so früh auf und gerade wenn ich Uni habe und pendeln muss etc. kann es auch mal sein, dass ich nur am Wochenende so früh aufstehe und unter der Woche gar nicht. Aber das ist vollkommen okay, man kann ja selbst frei entscheiden, wie man was macht. Ich hatte bereits angesprochen, dass es einen großen Unterschied zwischen Sommer und Winter gibt, dazu hier mehr:

Sommer oder Winter?

Ich werde mich hier kurz halten, denn es liegt auf der Hand: Im Sommer werde ich mit „Sonne“ oder dem Hell werden des Tages direkt belohnt, im Winter sitze ich ab 5 Uhr ein paar Stunden (in der Regel bis zu 3!) in völliger Dunkelheit. Dadurch kann es sich leicht so anfühlen, als wäre es noch gar nicht morgens. Als befände man sich noch mitten in der Nacht und müsste eigentlich schlafen. Daher habe ich für mich festgestellt, dass es mir im Sommer leichter fällt, so früh aufzustehen, während es im Winter auch mal 6 oder 7 Uhr werden kann.

Wie seht ihr das? Fandet ihr den Blogbeitrag trotz oder gerade wegen seiner Länge hilfreich? Wann steht ihr morgens früh auf? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

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