Hallo ihr Lieben,

anstehende Feiertage hin oder her, hier konnte ich mich einfach nicht kurz fassen! Meine längste Antwort im gesamten Adventskalender folgt genau jetzt! Ich bin total gespannt, was ihr davon halltet, also hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Gegenwart: Erzähle uns was über dein gegenwärtiges Projekt! Dein aktueller Wordcount, dein derzeitiges Problem, dein bisheriger Erfolg etc.

Ist es nicht verrückt, wie schnell die Zeit sich verändert? Vor drei Wochen hätte ich noch aus voller Inbrunst „Todesglück!“ gesagt. Jetzt muss ich fast schon zähneknirschend zugeben: „Die Glashaus-Saga!“. Letzten Endes bedeutet der Nano für mich jedes Mal auch gleichzeitig das Ende meines Romanprojektes, bzw. der vorzeitige Abbruch. Nur leider nicht, weil ich es fertig gestellt habe! Das heißt konkret: von vier erfolgreich geschafften Nanos liegen drei auf Eis, nachdem ich den Nano mit ihnen absolviert habe. Das mag viel über mich und mein Schreibverhalten aussagen, aber ich schweife ab. Also Fakt ist, mein derzeitiges Romanprojekt hat sich geändert und mit diesem werde ich definitiv nicht (!) am Nano teilnehmen, egal, wie verlockend es bezüglich der Wortzahl auch sein mag. Mal schauen, wie ich mich dann so schlage. Also mein gegenwärtiges Projekt heißt die „Glashaus-Saga“ und umfasst fünf Bände, die natürlich alle noch geschrieben werden müssen. Momentan befinde ich mich in der ganz frühen Planungsphase dieses von mir größten Projektes. Bisher hatte ich höchsten Trilogien geplant, fünf Bände ist da eine wirkliche Herausforderung. Aber es geht um fünf Schwestern, die alle unterschiedliche Erfahrungen mit und in der Liebe machen. Ich wollte jeder Schwester, jeder Geschichte genügend Raum geben und war es leid mich an die komplizierten Kapitel von mehreren POV´s zu halten (wenn man immer abwechselnd pro Kapitel die POV wechselt, kann das echt anstrengend werden, wenn man für den einen Prota mehr Plot hat, als für den anderen Charakter usw.). Außerdem habe ich seit Ewigkeiten (oder sogar noch nie?!) aus nur einer Sicht geschrieben. Das ganze spielt im Jahr 2018 hier in der realen Welt, bzw in einer fiktiven Stadt, es ist aber definitiv non-fantasy. Über die Namen habe ich euch ja schon ein bisschen was hinter Türchen 13 verraten! Das besondere an dem Setting ist noch für mich, dass es in einem Herrenhaus spielt. Das heißt ich befasse mich bei der Recherche sehr ausgiebig mit der Handhabung und Nutzung von Herrenhäuser heutzutage. Wie werden diese heutzutage genutzt, wie werden sie finanziert? Meistens durch Veranstaltungen, Konzerte, Touristen, Hochzeiten etc. und das bietet sehr viel Konfliktpotential und der ein oder andere Gärtner muss ja auch noch die riesige Gartenanlage pflegen. Und das alles in Zeiten von social media und Tinder 😀 Ihr seht, anhand der Länge des Beitrages, ich freue mich drauf. Es ist in vielerlei Hinsicht ein Genre was ich so fast noch nie geschrieben habe und doch vom Setting her schon immer mal schreiben wollte. Denn beim Lesen von „die Tuchvilla“ habe ich mir die Frage gestellt: warum gibt es so viele Guthausromane im 18 und 19 Jahrhundert? Warum nicht in der heutigen Zeit und wie sähe das aus? Ihr seht also: die berühmte „was wäre wenn“- Frage ist so verdammt wichtig beim Plotten! Ansonsten will ich 2019 hauptsächlich mit Scrivener plotten, Charaktere ausarbeiten und recherchieren, sowie die Stadt ausdenken/erstellen und mir das Anwesen überlegen. Gerade für so viele Bände, die eben in die Tiefe gehen sollen (so, wie man das von mir auch persönlich kennt), muss ich die Welt und die Charaktere in und auswendig kennen! Gleichzeitig ist mir eine gewisse Positivität wichtig, denn trotz all dem Tod, dem Herzschmerz oder sonstigen Drama innerhalb des Lebens der Schwestern haben sie immer noch sich selbst, auf die sie zählen können und meine Romanprojekte neigen dazu, ein bisschen pessimistisch gefärbt zu sein. Einfach sehr melancholisch, sehr nachdenklich, fast schon pessimistisch auf das Leben selbst. In diesem Romanprojekt wird es wie gesagt auch genug Lebensweisheiten und Drama, genug Schmerz geben, aber was zählt ist die Hoffnung, dass irgendwann alles wieder gut werden wird. Ich möchte kein Buch schreiben, das einen nur runterzieht, weil es so deprimierend ist. Ich möchte einen Hoffnungsschimmer haben über das ganz normale Leben, die Liebe und was da alles passieren kann. Immer mit dem Glauben, das es besser wird. Letzten Endes erleben wir alle so unterschiedliche Dinge und ich bin überzeugt, dass die Liebe mit das stärkstenGefühl ist, was man empfinden kann, was uns am meisten verletzt und leiden lässt und am meisten großes Glück bescheren kann, neben Tod und Familie. So, jetzt habe ich aber genug geredet! Es ist mir einfach ein Anliegen, dass die Reihe nicht direkt als seichte Unterhaltungsliteratur verbucht wird, die man mal eben so schnell weglesen kann. Aber was sagt das über mich und meine Erfahrungen in new adult aus, dass ich das Gefühl habe, mein Projekt rechtfertigen zu müssen oder gar diejenigen zu verurteilen, die es anders handhaben als ich? Achja mein größtes Problem wird es tatsächlich sein, dass ich bisher immer Fantasy geschrieben habe und mir ein Alltag fast schon langweilig vorkommt. Es wird also die Herausforderung werden, Schule und beruf einzubauen, was sonst in meinen Werken fast nie vorkommt! Wirklich, ich umgehe immer berufe und Jobleben! Also wie gesagt, ich bin sehr gespannt, wie es werden wird und wie ich mit all den Neuerungen für mich zurecht komme. Und jetzt bin ich wirklich still. Habt einen wunderschönen Tag!