Hallo ihr Lieben,

weiter geht es mit Türchen 18!

Diesmal geht es um Klischees und ich formuliere mal ganz platt: entweder man hasst sie, oder man liebt sie.

Klischees: Wie ist deine Haltung gegenüber Klischees? Bist du diesen eher abgeneigt oder findest du die nicht schlimm oder sogar richtig/wichtig für eine Geschichte? Hast du negativ Beispiele von gelesenen Büchern, oder positiv Beispiele?

Über dieses Thema könnte ich Stunden reden, ich halte mich aber lieber zurück. Denn letzten Endes ist meine Meinung: Klischees mögen stören, sie verursachen mir vielleicht ein Augenrollen nach dem Anderen, aber sie haben sich auch bewahrheitet. Das heißt, tatsächlich bin ich sehr zwiegespalten diesbezüglich. Denn beim besagten Augenrollen ertappe ich mich selbst gerne, wie etwa zuletzt bei „25 Tage Leben“ von Tina Köpke. Alles, was auch nur ansatzweise an Klischees möglich ist, kommt in diesem Buch genau so vor! Ich dachte zuerst es sei eine Satire, aber es war alles ernst gemeint. Das Buch hat mich tierisch aufgeregt und daher kann ich Klischees nicht einfach nur gut gegenüberstehen. Für einen Roman fände ich es am ausgewogensten, wenn Klischees zwar drin sind, aber nicht jedes Klischee sich erfüllt. Wenn es sich die Waage hält zwischen sollen, die einfach nur stimmen und solchen, die auf interessante oder überraschende Art und Weise durchbrochen werden. Ich will jetzt nicht fies klingen, denn ist ja durchaus nichts Schlechtes. Aber manchmal, wenn ich fernsehen schaue oder durch die Straße schlendere, bestätigen sich manche Klischees. Es mögen nur Vorurteile sein, gute wie schlechte, aber wie gesagt, sie enthalten auch einen Fünkchen Wahrheit. Daher finde ich sie durchaus wichtig für eine Geschichte, denn komplett ohne sie fehlt auch was. Aber nur allein auf sie zu setzten, halte ich auch für falsch.