Hallo ihr Lieben,

Auf zu Türchen Nummer 9!

Erinnerungen: Wie viele eigene Erinnerungen fließen in deine Geschichte ein? Also verarbeitest du Ereignisse, die dir selbst geschehen sind, in deinen Romanen oder trennst du das komplett von dir?

Ich glaube es fließen gerade unterbewusst sehr viel mehr Erinnerungen in die Geschichten ein, als wir das selbst meinen. Jemand sagte mal: „In jedem Roman steckt ein Stückchen vom Herz des Autors.“

Ansonsten habe ich mehrmals versucht, Ereignisse, die mir wiederfahren sind, in den Geschichten zu verarbeiten. Insbesondere meine Schulzeit, Kindheit, und Familiengeschichte bietet da…konfliktpotential. Aber bei manchen Dingen habe ich schnell festgestellt, dass es einfach nicht geht. Es ist zu schmerzhaft, zu sehr eine Qual, wenn man sich an Sachen zurückerinnert, Emotionen aufleben lässt, an die man sich nicht erinnern will. Deswegen meide ich auch ganz bewusst manchmal Bücher zu bestimmten Themen. Auch meine Charaktere versuche ich stets von mir zu trennen, weil ich nicht das Gefühl haben will, ich schreibe über mich selbst. Das Problem ist, wenn die Protas zu sehr werden wie ich, oder wie ich und meine Zwillingsschwester, habe ich das Gefühl, ich schreibe nicht mehr die Geschichte von XY, ich schreibe die Geschichte von mir. Und das möchte ich nicht, denn sonst könnte ich auch einfach Biografien schreiben. Natürlich fließen immer wieder Eigenschaften von mir in die Protas ein, einfach damit ich mich auch besser in sie hinein versetzten kann und dann geht es leichter von der Hand. Aber ansonsten bin ich tatsächlich mit echten Ereignissen eher sparsam. Wobei es da bestimmt auch solche kleinen gibt, dass einem die gar nicht mehr auffallen.