Hallo ihr Lieben,

heute will ich mal über etwas sprechen, was mich schon lange beschäftigt. Um mein größtes Problem beim Bloggen.

Für die Einen ist es Zeit. Ideenfindung. Schreibfaulheit. Vermarktung. Reichweite und Erfolg. Management. Vorausplanung. Struktur.

Was ist es für mich?

Vorweg: ich liebe diesen Blog und würde ihn nie im Leben aufgeben wollen, dafür habe ich noch viel zu viel vor! 🙂

Mein größtes Problem ist nicht die Ideenfindung (ich habe 70 Beiträge bisher geplant, das reicht für ein Jahr!) Sondern das zeitlich zügige Abarbeiten dieser. So kommt es, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, meine letzten Schneebilder zu veröffentlichen, geschweige denn von den noch ausstehenden Beiträgen, die ich bereits 2017 verfasst habe. Also um es auf den Punkt zu bringen: ich habe unzählige Ideen und auch Fotos, über die ich schreiben will, aber mir fehlt die Zeit (die müsste ich mir nehmen), die Motivation oder Lust, diese auch alle zügig „runter zuschreiben“. Und so werden die Ideen für Beiträge immer mehr, aber die tatsächlich geschriebenen Beiträge immer weniger.

Außerdem sabotiere ich mich selbst, in dem ich Beiträge spontan schreibe und direkt veröffentliche und so den eigentlich geplanten Beitrag nach hinten verschiebe.

Aber gibt es überhaupt einen Plan? Na ja, so halb.

Ich mache täglich neue Fotos und da mein Blog nun mal sehr fotografielastig ist, kommen jeden Tag neue Ideen für Blogbeiträge hinzu. Ich ertrinke an abzuarbeitenden Beiträgen, an Ideen und an geschriebenen Wörtern, die noch verfasst werden wollen. Und je mehr sich anstaut, desto widerwilliger setze ich mich an den Beitrag aus Februar 2018 oder aus dem Amerika Urlaub oder oder oder. Weil es sich nicht mehr so präsent anfühlt, weil man schon 20 000 Dinge weiter ist und anderes und mehr erlebt hat, weil sich die Worte von damals nicht mehr genauso anhören wie die Worte von heute, weil Ich nicht mehr die gleiche Person bin, weil ich das Ereignis oder den Tag schon längst in meinem Kopf abgehakt habe und nach vorne schaue. Es passiert in meinem Leben einfach so viel, mein Kopf steht nie still.

Ich mache mir dann stets einen Plan, also habe einen Blogplaner mittlerweile, auf dem ich die Ideen eintrage und auf dem PC sind alle Fotos in Ordner sortiert. Und trotzdem habe ich keinen Überblick mehr, trotzdem arbeite ich an anderen Beiträgen weiter oder schiebe längst geplante nach hinten, verbanne sie aus meinem Gedächtnis.

Warum? Vielleicht will ich sie gar nicht schreiben? Ich weiß es nicht. Es ist manchmal auch einfach das Gefühl, was ihr vielleicht kennt, wenn ich lange Emails beantworten müsst. Ihr lest die durch, denkt, was ihr antworten wollt, macht es aber in dem Moment nicht, sondern später. Ergo drei Tage später sitzt ihr da und habt keine Lust, diese E-Mail zu beantworten, denn ihr hattet das Gefühl, sie längst hinter euch gelassen zu haben. Bitte sagt mir, dass ihr das Gefühl kennt? 🙂

Jedenfalls ist das nicht bei allen Beiträgen so! Aber natürlich viel, denn ich tippe auch privat viel am PC und dann bin ich wirklich den ganzen Tag nur am Tippen, tippen, tipppen und zwischendurch mal Bilder bearbeiten. Da brauche ich auch einfach mal zwischendurch Abwechslung. Oder aber ich habe total Lust auf einen Beitrag, aber weiß, dass er länger dauern wird, und will dann wirklich die Zeit dafür haben, und nicht mal eben so für 30 Minuten zwischendurch. Bis es dann aber dazu kommt, ist es spät abends und ich todmüde. Ihr seht, es ist nicht so einfach, regelmäßig zu bloggen und gerade in stressigen Zeiten, oder eben im Vollzeitjob muss man wirklich Prioritäten setzten oder noch viel wichtiger, feste zeitliche Rituale einführen, um die tausend gewünschten Ideen und Beiträge auch umzusetzten. Aber das geht mir momentan auch bei der Bildbearbeitung so (es stehen noch Bilder vom Mai aus, das ist neu für mich!), oder bei anderen Dingen. Wenn der Kopf voll ist mit Sorgen und der Körper beschäftigt ist mit dem Wetter und der Arbeit, dann braucht man häufiger Phasen, wo man einfach nichts tut und einer sinnloseren Beschäftigung nachzugehen, als einfach immer nur zu funktionieren, immer zu produktiv zu sein.

Das ist also irgendwie recht schwer, aus diesem Teufelskreislauf wieder herauszukommen, denn bis jetzt dreht er sich schneller, als ich gucken kann 😀

Ich habe mir aber im August das Ziel gesetzt, daran aktiv zu arbeiten, wortwörtlich! 🙂

Wie geht ihr da vor? Habt ihr da Tipps für mich? Was ist euer größtes Problem beim Bloggen? 🙂 Ich bin gespannt auf euer Feedback!

 

 

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