Hallo ihr Lieben! ♥

Endlich kann ich euch von meinem Urlaub berichten. Nachdem ich diesen schon im Mai geschrieben hatte, komme ich erst jetzt dazu, ihn auch zu veröffentlichen.

Ich möchte euch einfach mal eine kleine Liste von 5 Dingen präsentieren, die ich im Urlaub so nicht erwartet hätte.

Fangen wir an, denn der Beitrag ist ausführlicher, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Wer es nicht mitbekommen hatte, hier erzähle ich euch, wohin es ging:

Urlaub vom 11.4 bis 1.5! Es geht nach Amerika!

Der Taxifahrer verfährt sich auf dem Weg zum Newark Airport.

Ja, Sachen gibts, die gibts gar nicht! Ihr müsst euch das Ganze so ungefähr vorstellen wie im Film: Wir hatten verschlafen. Aber das hatte seine Gründe! (Wenn ich übrigens von wir spreche, meine ich damit mich und meine Schwester). Wir hatten die Nacht über gar nicht geschlafen, schliefen auf dem Fußboden und um 4:30 Uhr entschlossen wir uns dann, dass wir noch eine halbe Stunde länger schlafen könnten, also alles super. Ich stellte den Wecker um, der klingelte immer so alle 4 Minuten. 1 Stunde später wachten wir auf. Der Wecker hatte nicht geklingelt und wir waren damit eine halbe Stunde zu spät dran. Der Flieger ging glaube um 9 Uhr, aber man muss ja immer mindestens 2 Stunden vorher da sein und von unserem Hotel zum Flughafen in Newark braucht man ca. 1,5 Stunden, da wir direkt am Central Park unsere Unterkunft hatten. Wir also schnell alle nötigen Sachen unter die Arme genommen (unser Gepäck bestand aus einem Koffer, einem Rucksack und einer Handtasche jeweils pro Person) und ab nach draußen. Allerdings herrschte draußen (auch schon die Nacht über) sturmartiger Wind und Regen, wie im aller schlimmsten Unwetterdrama.

Wir fanden partout nicht die U-Bahn-Station, wo wir einsteigen mussten und die Zeit rannte davon. Gefrühstückt hatten wir nicht, geschlafen eben auch nicht und wir waren klitschnass, das Wasser rann uns unsere Haare hinab. Ich zerrte mein Gepäck hinter mir her, doch ich war mit meinen Nerven am Ende. Entkräftet gab ich auf und stellte mich an den Straßenrand, hob die Hand und winkte. Gott sei Dank hatte ich nach einem Augenblick Erfolg und ein Taxi hielt an. Wir beide dachten uns in diesem Moment einfach nur „scheiß aufs Geld“, hauptsache wir kommen zu diesem Flughafen, denn es ging von New York nach Los Angeles. Wir sagten ihm, wo es hingehen sollte, er stutzte kurz und sagte, das habe einen Festpreis, da sehr teuer und sehr weit weg für eine herkömmliche Taxifahrt. Wir nickten. Ich versuchte, mein Gepäck in das kleine Taxi zu zerren, was mir mehr schlecht als recht gelang. Verzweifelt wäre ich am liebsten so verharrt, die Koffer noch draußen stehend, mit einem Bein und einer Tasche wortwörtlich im Taxi, hinter einem die hupenden Autos und um sich herum nichts als stürmender Regen und abgestorbene Nerven.

Aber irgendwie ging es dann doch und ich dachte nur „Jetzt wird alles gut!“. Denkste.

Nach einer Stunde Fahrt, es würde nicht mehr lange dauern, hielt der Taxifahrer an. Er hatte ohnehin schon häufig anhalten müssen, um die Scheiben zu wischen, da er aufgrund des Wetters nichts sehen konnte. Wie man überhaupt dabei fahren kann, ist mir unbegreiflich. „I am Lost“, kam es von ihm. Ich dachte echt ich höre nicht recht. Das war für mich der Satz des Tages! Der Taxifahrer wusste tatsächlich nicht, wo er war oder wie er zum Flughafen kommt. Eine halbe Stunde kurvte er durch die Gegend, wir fuhren immer wieder und wieder im Kreis, er googelte, folgte stur dem Text in Google Maps auf seinem Handy und hielt wieder zigmal an. Ich schaute nur immer wieder zur Uhr und wusste nicht, was ich sagen sollte. Wenigstens meinte er dann, er stoppt die Anzeige, sodass für das Verfahren kein zusätzliches Geld bezahlt werden musste. Jedenfalls kam er dann am Flughafen an und wir konnten endlich weiter. Das dann der eigentlich schlimme Teil kommen sollte, konnte ja keiner wissen. Gut, ich hatte bereits geahnt, dass der nun kommende Flug schlimm werden würde, aber das gehört nicht hier her. Denn in diesem Beitrag gehts nur darum, womit ich nicht gerechnet hätte. Leider ging diese Erwartung nämlich vollkommen in Erfüllung. Aber wer will schon einen Blogbeitrag über einen katastrophalen Flug und Flughafenaufenthalt lesen?

PS: Der Flieger hatte dann nochmal 45 Verspätung, was uns aber nicht mehr als ein müdes Lächeln entrücken konnte, bei all der Ironie des Morgens.

Amerikanisches Essen vertrage ich gar nicht.

Etwas, über das ich mich kurz halten werde. Auch etwas, was ich so vorher noch nie hatte. Um es auf den Punkt zu bringen: Im gesamten Urlaub ging es mir psychisch und physisch so schlecht, wie in den ganzen letzten 5 Jahren nicht. Ich vertrug offenbar absolut kein amerikanisches Essen. Dass viele Fliegen, das fettige, ungesunde Essen und die unregelmäßigen Mahlzeiten stellten gesundheitlich alles auf den Kopf. Ich zitterte am ganzen Körper, mir war so schwindelig, dass ich nicht mal aufstehen konnte, weil sich alles drehte, mir war heiß und schlecht und ich behielt kein Essen drin, an Schlaf war auch nicht zu denken. Eine schlimmere Horrorvorstellung im Urlaub hätte ich mir zu dem Zeitpunkt nicht ausmalen können. Im Nachhinein glaube ich, dass es viel damit zu tun hatte, wie oft ich fliegen „musste“, trotz sozusagen Klaustrophobie, Emetophobie und eben daraus resultierender Flugangst, und dem ganzen Stress bzw. dem Druck, dass der Urlaub jetzt so gut werden muss, weil man darauf so lange hin gearbeitet hat.

Jeden Tag ein Auf und Ab der Temperaturen.

Da überprüft man bereits Wochen vorher täglich das Wetter und dann kommt doch alles ganz anders, als man denkt. Also wie gesagt, ich hatte für fast jeden Tag mein „Outfit“ geplant. Ich konnte also ungefähr abschätzen, okay, das Wetter soll so und so werden, dann gibts dafür Hotpants, dafür T-Shirts, dafür lange Hosen und dafür Pullover. Auch finde ich es wichtig, nicht zu viele Klamotten mitzunehmen (Spoileralert: klappt nie) und sich bestmöglich auf die Reise vorzubereiten. Meine Oma meinte schlichtweg: „Im Urlaub braucht man doch nicht gut auszusehen!“ Und ich nur so „Ohhh doooch!“ Wie seht ihr das? Natürlich muss man sich wohlfühlen, aber gut aussehen will ich dann schon, immerhin mache ich ja auch viele Fotos, unter anderem auch von mir natürlich.

Aber das Wetter entschied sich dann trotz Vorhersage nochmal um, sodass das Wetter wesentlich abwechslungsreicher war, als gedacht, um es mal positiv auszudrücken. Den Donnerstag in New York war es angenehm, aber auch windig. Ich befürchtete schon, zu viele T-Shirts mitgenommen zu haben. Den Freitag in New York war es irre heiß, ich trug Hotpants und Top und mir war immer noch warm. Den Samstag in Boston war es nur noch 8 Grad kalt und stark windig. Den Sonntag gabs dann Sturm. Und den Dienstag in Los Angeles trotz kaltem Wind wieder Hotpantswetter.

Das zuvor positiv erfahrene Hostel entpuppt sich als Reinfall.

Kennt ihr das, wenn man ein Hotel mag und dann dort nochmal hingeht? Bleibt ihr immer im gleichen Hotel oder probiert ihr immer was anderes aus? So war es auch bei dem Hotel in New York. Wir waren ja 2016 in New York, die Bilder von der New York Reise davon gibts hier:

New York 2016: Eine Stadt, die man gesehen haben muss!

Und das Hostel hat uns ganz gut gefallen. Man muss wissen, dass es sich dabei um ein Hostel handelt, wo man eben für die Lage zahlt, und nicht für den Komfort. Sprich, ein einfaches Bett und einer kleiner Tisch mit Stuhl muss ausreichen im ohnehin schon kleinen Zimmer, dazu Toiletten und Duschen auf dem Gang. Es war laut und ein bisschen dreckig, aber vertretbar, sodass wir gesagt hatten, damit können wir gut leben, denn die Lage direkt am Central Park (eines der für mich schönsten Orte in New York!) war unschlagbar.

Hier gehts zur englischen Homepage des Hotels

Doch 1,5 Jahren später sah die Sache um Einiges schlimmer aus. Die Duschen und Toiletten waren eine Katastrophe: ultra dreckig, ständig verstopfte Toiletten, aus der Dusche kam nur kaltes Wasser und die kompletten Duschen und Toiletten, die beiden in einem kleinen Raum waren, konnte man nicht abschließen. Man ging also immer zu zweit, damit einer die Tür bewachen konnte. Das Bett bestand aus einem Hochbett, wobei die Matraze so weich war auf einem komischen Gitter-lattenrost, dass, wenn man sich dort drin bewegte oder schlafen wollte, das Gefühl bekam, alles drehte sich. Ihr erinnert euch an meine extremen Schwindelattacken? Muss also nicht sein 😉  (Ich schlief also die ganze Zeit lieber auf dem Boden) Tatsächlich buchten wir dann noch während der Reise unser Hotel in New York um, denn wir wären 1 Woche später zur Abreise nochmal für zwei Nächte in dem Hotel gewesen und das wollten wir nun auf keinen Fall.

San Fransisco erfüllt nicht meine positiven Erwartungen.

Ich hatte zugegeben an San Fransisco ziemlich hohe Erwartungen, es soll ja sehr schön sein. Wir waren dort 1,5 Tage und es machte sich schnell Ernüchterung breit. Natürlich kann man in einem Tag nicht alles gesehen haben, aber ich denke, man weiß schon ziemlich schnell, wie man die Stadt so einzuschätzen hat, zumindestens, wenn man stets so viel unternimmt wie ich und meine Schwester. 😉 Was hat mich nun am meisten gestört? Defintiv die Straßen. Klingt bescheuert, aber ich fand es mega ätzend, ständig diese so steilen Wege hoch und runterlaufen zu müssen. Das ist man in NRW einfach nicht gewöhnt 😉

Auch so an sich, hat San Fransisco schöne Häuser, einen wunderschönen Pier 39, aber das wars dann auch schon. Die Stadtstruktur finde ich extrem verwirrend und ergibt für mich keinen so rechten Sinn und auch überraschenderweise waren die Obdachlosen in San Fransisco wesentlich präsenter, als z. B. in New York oder Los Angeles. Also alles in allem einen schöne und nette Stadt, ich muss aber nicht nochmal hin. Viele Fotos gemacht habe ich dennoch, muss noch überlegen, wie ich die euch am besten zeige, dafür sind es zu viele 😉

Das war am Pier 39

So ich hoffe euch hat dieser sehr ausführliche, ehrliche und ungeschönte Einblick gefallen in den Albtraum-Traumurlaub, den ich erleben durfte! Ich bin wie immer sehr gespannt auf eure Feedbacks und freue mich über jeden Kommentar! ♥

 

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