Hallo ihr Lieben!

Letztens hatte ich beim durchscrollen durch Twitter einen Gedankenblitz, nämlich was ich durch verschiedene Autoren gelernt habe. Natürlich könnte man diese Zusammenstellung ewig erweitern und vielleicht tue ich das auch, aber ich möchte mich heute auf 3 Autoren beschränken.

Welche sind das?
J. K. Rowling. (Wer ist das?)

Sarah J Maas. (Wer ist das?)

Marie Graßhoff. (Wer ist das?)

Warum gerade die? Einfach weil mir insbesondere die letzten beiden als erstes in den Sinn gekommen sind und sie sind unterschiedlichen Bekanntheitsgrades oder Herkunft, also bunt gemischt, ich find ihre Lektionen wichtig. Und naja, J. K. Rowling ist eben J. K. Rowling 🙂
Fangen wir also mit dem am wenigsten Offensichtlichen an!

Sarah J Maas.

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht der aller größte Fan von ihren Büchern bin. Das liegt einfach daran, dass ich mitunter nicht mit jedem ihrer Charaktere mitfühlen kann und das ich einfach ihre Bücher stellenweise zu lang finde (in dem Sinne, dass man sich manch wiederholende Plotelemente oder ausufernde Sexszenen auch hätte sparen können). Throne of Glass habe ich angefangen und nie beendet, Reich der sieben Höfe habe ich die ersten beiden Bände gelesen und den dritten nicht, habe mir diesen nur nacherzählen lassen/nachgelesen, was passiert.
ABER sie hat mir gerade in Reich der sieben Höfe (Band 2) deutlich gezeigt, wie wichtig Nebencharaktere sind. Das heißt, ihre Nebencharaktere bekommen nun sogar ein eigenes Spinn off, einfach weil sie zu solch begehrten und wichtigen Charakteren mutiert sind. Genau das ist der springende Punkt.

Sie sind keine Statisten, kein kurzweiliges Plotelement, kein langweiliger Nebenschauspieler, nein, sie sind relevant, sie sind nah am Geschehen dabei und das Ein ums Andere beliebter als die Prota selbst.

Wir erfahren recht viel über diese Nebencharaktere und dürfen an ihren ganz eigenen Geschichten teilhaben.
letztens musste ich über meine POV´s nachdenken, als die Charaktere aus deren Sichtweise geschrieben wird und mit Erstaunen festgestellt, dass die Nebencharas da gar nicht zu gehören, man aber schnell genau das Gefühl vermitteln können. Sicherlich kann man auch einen Roman schreiben mit nur zwei Protas, die das Buch alleine tragen (gibt es oft genug in Filmen), aber mehr Leben, mehr Abwechslung machen nun mal die Nebencharaktere aus. Sie sind wichtiger, als man denkt, und man kann über Sarah J. Maas denken und sagen, was man will, aber davon bin ich felsenfest überzeugt.

 

Marie Graßhoff.

(Ich habe übrigens im Internet nicht herausgefunden, ob man sie konkret mit ß oder ss schreibt, ich habe beides direkt gesehen, daher wird auch beides richtig sein)

Direkt den Funfact vorweg: ich habe noch nie etwas von ihr gelesen. Nichts. ABER ich kenne ihre Ideen (die hat sie auf ihrer Webseite veröffentlicht https://marie-grasshoff.de/die-buecher/), ihre Romanprojekte und veröffentlichte Geschichten. So heißt es beispielsweise über den Architekten:

„Wir befinden uns in einer anderen Welt, in der nicht nur die Maschinen, sondern auch der Planet durch Zahnräder und Uhrwerke angetrieben wird.“

Daher weiß ich also, um was es ca. geht und nur daraus konnte ich eine für mich wichtige Erkenntnis ableiten, die gerade im Fantasybereich bei mir viel zu schnell in Vergessenheit gerät. Zu abstrakt? Zu neuartig? Zu fantastisch? Gibt es nicht. Bei Marie Graßhoff ist ALLES möglich. Passt ja auch zum Motto meines Blogs 😉

Und das bewundere ich unter anderem ihr, dass Sie sich nicht davor scheut, andere Wege zu eröffnen und ihre fantastischen Ideen auch umzusetzen. Ich hingegen neige schnell dazu, an den Selbstzweifeln zu zerbrechen, ich hinterfrage jede Idee, jeden Plotpunkt und jedes fantastische Element. Zu abstrakt, zu unlogisch etc….Und sicherlich wird Marie auch viel überlegt haben, viel herumgespielt mit ihren Möglichkeiten, aber am Ende des Tages setzt sie die Idee um und macht es „einfach“.

 

J. K. Rowling.

Wie ich am Anfang bereits andeutet, J. K. Rowling ist eben J. K. Rowling. Das heißt, für mich persönlich ist sie die größte Autorin unserer Zeit, die beste Autorin der Welt. Weil sie mit Harry Potter die für mich wunderbarste Ära geschaffen hat, die es jeh geben wird und die man einfach nicht toppen kann. Denn die Welt ist so unglaublich magisch, so wahnsinnig detailliert ausgearbeitet, sie wirkt einfach so echt, dass ich jedes Mal voller Entzücken daran denken muss, dass sie sich das Alles ausgedacht haben muss. Auch war es hierbei interessant zu sehen, wie sie auf ihre Elemente gekommen ist, woher sie alle ihre Ideen und Grundlagen hernimmt. Auf einem Flug habe ich mir so eine Dokumentation angesehen, in der Sie erzählte, die Inspiration für manche Wesen hätte sie aus alten Sagen und Mythen, aus Skripten und dann zu sehen, was sie aus unserer Welt aus Vorlage genommen hat und was dann letzten Endes im großen Ganzen daraus geworden ist, ja, da ziehe ich meinen Hut vor. Ich selbst hasse nämlich Weltenbau und drücke mich davor immer, obwohl ich mir gerne fantastische Welten ausdenke, aber immer nur oberflächlich. Auch bin ich zu ungeduldig für Mehrteiler, aber ihre Bücher haben einen so guten Bezug zu einander, Band 8 bezieht sich auf Band 1 usw., diese Verknüpfungen finde ich extrem erstrebenswert (Sarah J. Maas kann das übrigens auch gut, aber J. K. Rowling macht das nochmal auf einem ganz anderen Level.)

Harry Potter war meine Kindheit und Jugend, ich bin damit groß geworden und bewundere J. K. Rowling unter anderem auch für ihre Lebensgeschichte. Denn wenn das nicht Inspiration ist, was denn? Sie war bereits ganz unten, sie war vielleicht da, wo viele in ihrem Leben mal sein werden. Unten. Und seht, wo sie jetzt steht. Auch wenn Harry Potter technisch gesehen vorbei ist, so wird es immer irgendwie im Kopf bleiben, sei es nur durch das kürzlich erschienene Handyspiel http://www.harrypotterhogwartsmystery.com/de/ oder durch die Filmreihe Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind.

Ich habe also von ihr gelernt, niemals aufzugeben, egal, wie aussichtlos die Situation auch schon erscheint, an seinen Träumen festzuhalten und seine Welt zu lieben und diesem mit aller Leidenschaft zu erschaffen. Sicherlich muss man da vielleicht nicht alles so akribisch planen, wie sie das getan hat (alleine schon was sie sich alles zur Geschichte Hogwarts und zu den Nebencharakteren ausgedacht hat, ist der Wahnsinn!), aber ich denke auch, je mehr man über seine Welt weiß, desto besser.

 

So, ich hoffe ich konnte so ungefähr vermitteln, was mir diese drei Autoren speziell gebracht haben 🙂 Ich bin gespannt auf euer Feedback, vielleicht erweitere ich die Reihe dann ja noch! Könnt ihr meine Punkte nachvollziehen? Was habt ihr von den drei genannten Autoren gelernt? Bin gespannt auf eure Kommentare!

PS: Am Samstag bin ich zuerst auf der LitblogCon in Köln Infos und am Sonntag in London auf einem Demi Lovato Konzert, ich bin also gut beschäftigt, aber habe dann auch gut zu erzählen 🙂