Hallo ihr Lieben,

ich melde mich zurück aus meinem Urlaub, der mir genug Stoff für ein paar Blogbeiträge liefert, mal positive und leider viel mehr negative. Aber bevor ich mich darum kümmern kann, muss ich erstmal wieder gesund werden und habe für euch diesen Beitrag verfasst! 🙂 Viel Spaß beim Lesen!

Ihr kennt das sicherlich! Es geht heutzutage viel darum, produktiv und aktiv zu sein. Ständig stolpere ich über neue Beiträge a la „So motivierst du dich auch noch am Abend“. „So arbeitest du produktiver in kürzer Zeit effektiv!“ usw. Ich denke, ihr wisst was ich meine.

Worum geht es mir mit diesem Eintrag?

Ich möchte auf etwas eingehen, das mir ehrlich gesagt gerade in den Kopf gekommen ist:

DIE WICHTIGKEIT DES STEHENBLEIBENS.

Und nein, keine Ahnung ob das ein echtes Wort ist, aber ich fande es zusammen geschrieben schöner 😉 Jedenfalls sieht mein Abend gerade folgendermaßen aus:

Ich schiele auf meine To-Do Liste links neben von mir, rechts liegt mein Toffifee, daneben ein Glas Wasser und in meinen Ohren stecken Kopfhörer, aus denen laut motivierende Musik strömt. Stichwort Motivation auf Spotify gesucht und los gehts?!

Nee, denkste! Ich weiß auch nicht, aber nicht immer funktioniert eine Motivation auf Knopdruck. Kann und sollte das überhaupt? Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, was meint ihr? Ich denke immer noch, man braucht nicht nur ein Ziel vor Augen, oder von mir aus auch eine Deadline, sondern eben zusätzlich zu dem nötigen Quentchen Disziplin den WILLEN: Den Willen, das jetzt schaffen zu wollen. Die letzten Sportübungen. Das Putzen des Bades. Das Erledigen der Steuererklärung. Wer diesen Willen nicht hat, der hat dann echt ein Problem. Zumindestens geht es mir immer so mit irgendwelchen Hausarbeiten, wo einem meistens im Studium Themen aufgedrückt bekommt, die einen gar nicht interessieren. (Auch hier wieder: mag nicht bei jedem so sein.)

Warum ich das jetzt erzähle:

Wir machen und wir tun. Gerade in dem Bereich von Social Media geht es immer mehr um gesehen werden und sich zeigen. Um da sein. Sich zu vernetzten. Ergo, am besten du bist 24 Stunden am Tag online auf allen gesamten Netzwerken und likst 2000 Bilder pro Tag, kommentierst nochmal genauso viel. Die Realität ist sicherlich eine andere. Aber dieser Drang des „ich muss da jetzt aber nachschauen, ich muss aktiv sein“, springt einem in dem Moment entgegen, in dem man die Welt von Social Media betritt. Und sei es nur durch Facebook, die die Reichweite kürzen und verkleinern, oder dir gar Erinnerungsemails schreiben, wenn man mal für ein paar Tage offline war.

Man wird fürs Offline sein bestraft.

Die Reichweite geht verloren, die Likes lassen nach, man muss sich nach vorne kämpfen. Richtig, ich verwende hier bewusst das Wort kämpfen. Denn manchmal ist Social Media auch einfach nur ein Kampf. Ein Gerängel und Gedränge um die besten Plätze 😉 Es fängt schon damit an, das ich nach meinem Urlaub direkt als erstes denke „Oh nein, jetzt muss ich mit meiner Reichweite auf Social Media wieder bei Null anfangen und alles aufholen!“

Was hat das jetzt mit Stehenbleiben zu tun?

Ihr werdet festgestellt haben, das ich oft das Wort „aktiv“ verwendet habe 😉 Aktiv und produktiv etwas zu tun, aktiv und produktiv seine Ziele verfolgen und umsetzten, aktiv und produktiv seine To-Do-Listen abarbeiten und sich Erfolg verschaffen, egal in welcher Richtung, egal um was es geht. Aber was ist mit dem Gegenteil? Was ist mit dem Stehenbleiben?

Damit meine ich nicht „ich gehe jetzte mal für zwei Wochen offline“. Nein, damit meine ich etwas viel, viel simpleres: setzte dich am Abend einmal für eine halbe Stunde hin und lese ein Buch. Trinke eine heiße Tasse Tee [=ersetzten durch dein Lieblingsgetränk], esse Schokolade/Chips/Weingummis [ersetzten durch eine Kleinigkeit als Snacks], höre schöne Musik, die dich glücklich macht [=oder genieße einfach nur die Stille] und mache einfach nur das, was du gerade mal machen möchtest.

Auf Youtube chillen? Mache es. Durch deinen Facebookfeed scrollen? Mache es. Eine Serie schauen? Mache es. Dir Katzenvideos auf Instagram anschauen? Mache es. Aus dem Fenster starren? Mache es.

Damit meine ich nicht, dass ihr den ganzen Tag nichts anderes machen sollt 😉 Aber einfach am Abend mal Abstand zu nehmen von dem Gedankenkarussel, von all dem Alltagstress und all den Dingen, die man noch erledigen kann,muss,soll.

Das rate ich euch hiermit! Denn ich füle mich genau jetzt, in diesem Moment gerade richtig gut. Ich sitze hier in meinem Zimmer, habe mein Wasser, meine Schokolade (Toffifee und Pringels!), meine Kopfhörer und scrolle einfach nur durch Youtube.

Warum? Weils Spaß macht.
Und weil weil das Stehenbleiben manchmal einfach so wichtig ist.

PS: Das Beitragsbild ist übrigens aus Santa Monica 😉

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