Hach Leute,

kennt ihr das, man ist auf einmal richtig sentimental? Am 15. März werde ich offiziell aus Würzburg wegziehen. Jetzt durchforste ich aufgrund eines Fotowettbewerbes meine alten Bilder, werde mit all den Erinnerungen konfrontiert. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um diesen Beitrag zu verfassen, da mir der Abschied aus Würzburg, mit allem, was dazu gehört, wirklich schwerfällt. Daher wird dieser Beitrag nicht nur mit fotografischen Bildern, sondern auch mit privaten Eindrücken gefüllt sein. Natürlich habe ich während all meiner Zeit in Bayern abertausende Bilder gemacht, dies stellt nur eine winzige Auswahl dar!

Ich möchte euch ein kleines bisschen mitnehmen auf meinen Weg in Würzburg, eine Reise, an die ich mich gerne zurückerinnere. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.  

Achtung: Dieser Beitrag wird sentimental und bilderreich!

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Ihr seht mich teils mit einer anderen Frisur, teils mit tollen, lieben Menschen an den unterschiedlichsten Orten in Würzburg. Ebenso könnt ihr mir ein kleines bisschen durch die Jahreszeiten folgen.

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Besonders mein Fotografie Herz will sich am liebsten auf den Boden werfen und ganz laut schreien. Denn 80% meiner besten Fotos sind in Würzburg entstanden. In meinem zu Hause in Delbrück, NRW, gibt es herzlich wenig zum Fotografieren. Da gibt es keinen großen Residenzpark, keine Wiese für Schmetterlinge, keinen botanischen Garten. Sicherlich werde ich in Delbrück auch genügend Fotografie Möglichkeiten finden (Regentropfen gehen immer, oder?). Aber wie gesagt, Würzburg bleibt so einfach einzigartig! 🙂 Diese Collage spiegelt erneut die verschiedensten Jahreszeiten wieder, die Mainbrücke mit Blick auf die Festung!

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Aber erstmal von Anfang an, für die, die meine Geschichte noch nicht kennen:

Im September 2014 zog ich nach Würzburg und musste mich erstmal an den fränkischen Dialekt und anderes Essen gewöhnen (PSST: an manches Essen habe ich mich bis heute noch nicht gewöhnt, wie zum Beispiel Leberkäse oder Weißwürste). Ich nahm mein Studium der Museologie und Kunstgeschichte auf, machte Bekanntschaften, sah meine Mitbewohnerinnen Kommen und Gehen und schloss neue Freundschaften. Manche zerbrachen, manche halten bis heute an, aber eines blieb immer: die Liebe zu dieser Stadt. Was viele vielleicht nicht wissen: Ich studierte zuvor ein Jahr in Essen Kunstgeschichte und Germanistik. Und auch wenn ich die Stadt heutzutage aus einem fotografischen Standpunkt anders betrachten würde, so war sie nicht meins. Zu groß. Laut. Direkt. Grau. Das Ruhrgebiet und Ich haben einfach nicht zusammengepasst. Würzburg hingegen vereint nahezu alles, was ich persönlich mir von einer schönen Stadt erhoffe. Ich habe hier ebenso meine Fotografie Künste auf eine ganze neue Ebene erhoben, sei es durch das Kaufen von neuem Equipment oder das Fotografieren meiner Freundinnen, auch zusammen mit ihrem Freund.

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Meine beste Freundin hielt als Model her, obwohl wir natürlich viel mehr Fotos an unterschiedlichen Locations gemacht haben (zuletzt mit schickem Kleid und Geige im Wald!), hier nur eine kleine Auswahl, insbesondere meiner Anfänge:

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Würzburg hat einen ganz eigenen Charme, den Charakter einer Altstadt und gleichzeitig einer modernen, zeitgemäßen Stadt. Sie vereint Tradition und Modernität.

Sie hat einen unglaublich schönen Marktplatz und natürlich die bereits erwähnte Residenz, die nicht umsonst zum Weltkulturerbe zählt.

Was habe ich hier nicht alles erlebt, zu vieles, um es hier auszubreiten, zu privat, um es öffentlich zu erzählen. Aber mein Studium hier war für mich persönlich extrem wichtig auf dem Weg meines Lebens und ich werde immer wieder aufs Neue mir selbst einen Schulterklopfer verpassen, dass ich diesen Weg gegangen bin und mich für Würzburg und gegen Essen entschieden habe.

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Unvergessen der Sommer letzten Jahres, als ich nahezu jeden Tag um halb 6 aufgestanden bin, weil ich eine Wiese mit unzähligen Schmetterlingen entdeckt habe. Ich wollte gar nicht mehr weg 😉

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Oder als ich im botanischen Garten eines meiner Lieblingsfotos schoss.

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Oder mein bisher erfolgreichstes Foto auf einer Wiese, nahe gelegen auf dem Weg zum Lidl.

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Oder als ich meinen Marienkäfer fotografierte, als ich meine neue Nahlinse Raynox 150mm ausprobierte, welche mich der Makrofotografie näherbringen sollte.

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In Würzburg und während meines Studiums habe ich zwei neue Objekte und jene Nahlinse gekauft, die mein Equipment der Kitobjektive erweitert haben.

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Von der Residenz darf man leider öffentlich keine Bilder posten, aber natürlich ist dies auch ein absolutes Highlight in der Stadt.

Manche leben 20 Jahre an einem Ort, ich „nur“ fast 4 Jahre. Aber dennoch habe ich in Würzburg so wahnsinnig viel gelernt, habe so viel mitgenommen und Erfahrungen gesammelt und Menschen kennen gelernt, die ich nie wieder vergessen werde. Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge. Ich werde wiederkommen, werde Würzburg besuchen und „meinen“ Schmetterlingen Hallo sagen, so viel steht fest. (Aber es ist nicht das Gleiche, ob man an einem Ort wohnt, oder ob man nur zu Besuch ist.) Versteht ihr, was ich meine?)

Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, warum ich wegziehe 😉 Ich ziehe aus Würzburg weg, weil mein Studium beendet ist. Mir fehlt zwar noch ein Praktikum im Sommer, aber ansonsten werde ich bald meine Bachelorarbeit abgeben und mit ihr dann auch meinen Wohnheimsschlüssel.

Ich schicke euch auf diesem Wege ganz viel Liebe. Ich brauchte sehr viel Kraft, um manche Zeiten in Würzburg durchzustehen, manche Erfahrungen zu verarbeiten oder das Studium erfolgreich zu meistern. Genau jene Kraft werde ich nun nehmen, um mich von der Stadt zu trennen, die mir so viel bedeutet und der ich so viel verdanken zu habe. Also wer jetzt noch nicht Würzburg besuchen möchte, dann weiß ich auch nicht 😉

 

Wart ihr schonmal in Würzburg? Gefällt euch die Stadt? Wie habt ihr euch bei eurem Umzug gefühlt?

Ich bin von meiner Heimat weggezogen, von Essen wegezogen und nun von Würzburg. Und doch ist es jedes Mal was ganz anderes, was ganz Neues, individuelles. Denn jeder Ort hat seine ganz eigenen Momente, seine ganz eigenen Erinnerungen.

signatur

 

 

 

 

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