Ich habe es tatsächlich geschafft. Erleichterung. Stolz. Freudentränen. Glücksgefühle, die mir ein solches Lächeln auf mein Gesicht zaubern, welches so schnell nicht mehr verschwinden wird.

Ich habe mein aller erstes Romanprojekt beendet. Nun ja gut, nur die Rohfassung, aber immerhin! Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Wenn man bedenkt, dass ich das noch nie geschafft habe, ist das eine umso größere Leistung. Schon krass, wenn man sich vor Augen hält, wie „schnell“ ich hier mit meinem Projekt fertig geworden bin.

Am 1. November. 2016 habe ich angefangen zu schreiben und am 24.4.2017 habe ich es erfolgreich beendet. 109 561 Wörter. Dazu muss man aber sagen, dass ich im November und im April am meisten geschrieben habe, jeweils 50 000 und fast 40 000 Wörter und im Dezember bis Februar fast gar nichts, weil ich dort eine sehr wichtige Prüfungsphase hatte und dann wieder immer mal wieder etwas im März. Was heißt dabei also das Zauberwort? Durchziehen. Einfach durchziehen, einfach machen, egal wie. Es sagt sich immer so leicht, aber es stimmt tatsächlich: Eine weiße Seite kann man nicht editieren, eine beschriebene schon.

Es war ein absolut unbeschreibliches Gefühl das Wort „-Ende-“ unter meine Geschichte setzen zu können. Am letzten Tag habe ich über 7000 Wörter geschrieben, weil ich das Buch auf alle Fälle fertig haben wollte, bevor mein neues Semester startet. Also echt, ich bin nach wie vor unglaublich dankbar für jede Hilfe, die ich kriegen konnte, für die treue Unterstützung natürlich meiner Schwester und Freunde, wie auch in diversen Foren. Manche habe mich kontinuierlich unterstützt und von manchen bekam ich die typische Grundhaltung „du schaffst das eh nicht, du wirst es nie schaffen“. Also auch an euch Danke, ich habe es mir selbst und allen bewiesen, dass ich es kann.

Dazu zählen unter anderem Das Forum der Kreativschreibstube dann noch aus etwas älteren Zeiten die derzeit stillgelegte Schreibwerkstatt und ganz besonders am aktivsten das Forum der Wortkompass sowie ein paar Facebookschreibgruppen 😉

Und für alle diejenigen, die sich jetzt fragen: warum feiert die das jetzte so? Da hängt doch noch ein viel längerer Rattenschwanz dran etc. Das liegt einfach daran, dass ich noch nie ein Projekt beendet habe. Ich habe schon welche bearbeitet und ein Drittel geschafft, ich habe an die acht unfertige Projekte angefangen und nie beendet aus den üblichen und sicherlich bekannten Gründen: man hatte Schreibblockaden, Versagensängsten, Selbstzweifeln und Demotivation, dann verschob sich durch meine Fotografie drastisch meine Prioritäten und erst jetzt seit einem halben Jahr gehe ich beiden Hobbys wieder gleichermaßen nach, zu mindestens versuche ich das neben dem Studium 😉

Hier seht ihr noch meine selbst gestalteten Cover. Es ist nichts, was ich jemals so veröffentlichen würde. Mittlerweile würde ich auch einiges anders machen, aber es verschafft einen kleinen Eindruck und ein richtiger Titel sowie ein Cover ist mir persönlich bei meinem Schreibprozess sehr wichtig.

Ich wünsche euch allen noch ein frohes Schaffen! Berichtet doch mal: Wie hat es sich für euch angefühlt, als ihr das erste Mal Ende unter eure Geschichte setzten konntet? Als ihr wusstet, dass ihr es endlich geschafft habt? Das ist wieder einmal der beste Beweis ist, das mit genügend Zeitaufwand, Arbeit, Disziplin und Wille nahezu fast alles möglich ist.

PS: Eigentlich hatte ich mir die Beendigung der Rohfassung als Jahresziel für Ende September 2017 gesetzt, sieht nun also so aus, als müsste ich mir ein neues Ziel setzten 😉

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